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Bezirksversammlung der GÖD-Niederbayern

Vilshofen. Zu ihrer diesjährigen Bezirksversammlung trafen sich die Mitglieder der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) –Bezirksverband Niederbayern– im Schlemmerhof Schmalzl, Hundsöd.

Bezirksvorsitzender Herbert Albert begrüßte besonders die Vertreterin des VDK Ilse Haseder sowie CSA-Ortsvorsitzenden Josef Himsl In seinem Bericht ging Albert auf die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr ein. Schwerpunkte seien hier insbesondere organisatorische Themen sowie Mitgliederwerbung und Finanzangelegenheiten gewesen. Desweiteren seien die Anliegen der Mitglieder des Bezirksverbandes Niederbayern intensiv diskutiert worden. Gemeinsam mit Schatzmeister Hans Schmidt konnten bei der Maikundgebung in Moosburg gute Kontakte hergestellt werden. Bezüglich der Sozialwahlen habe im Mai vergangenen Jahres eine Aktion auf dem Stadtplatz in Osterhofen stattgefunden, um die Bedeutung der Sozialwahlen herauszustellen. Diese hätten ein gutes Ergebnis für den CGB gebracht. So seien unter anderem zwei Mitglieder, nämlich Alfred Grill und Albert Bieringer als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung gewählt worden. Schwerpunkt seiner Arbeit sei auch die Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender der Fachklinik für Amputation in Osterhofen gewesen. Hier sei vor allem auch durch Kollegen Kandler einiges für die Kolleginnen und Kollegen erreicht worden. Ein Hauptanliegen für die Zukunft werde es sein, sich insbesondere um die Arbeitsbedingungen, Entlohnung sowie Fortbildung der Pflegekräfte anzunehmen. In seinem Grußwort überbrachte CSA-Ortsvorsitzender Josef Himsl die besten Grüße des Kreisvorsitzenden. Er betonte, dass es in der Arbeit der CSA viele Berührungspunkte mit der Christlichen Gewerkschaft gebe. Er stellte dabei insbesondere die Angleichung der Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder heraus. Er forderte, dass für die vor 1992 geborenen Kinder die Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung in gleicher Höhe wie für nach 1992 geborene Kinder berücksichtigt werden. Er hoffe dabei auf die Versprechungen im Bundestagswahlkampf. Desweiteren sei es dringend erforderlich, den ländlichen Raum, insbesondere durch Schaffung neuer Arbeitsplätze, zu stärken. Das neu geschaffene Heimatministerium könnte hier seine Existenzberechtigung für die Zukunft beweisen. In seinem Kassenbericht hob Landesschatzmeister Hans Schmidt hervor, dass die GÖD nicht über ihre Verhältnisse lebe und deshalb auch die notwendigen Rücklagen vorhanden seien. Landesschatzmeister Peter Renner bestätigte ihm als Kassenprüfer eine mustergültige Kassenführung. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben seien satzungsgemäß erfolgt. Schatzmeister Hans Schmidt übernahm dann die ehrenvolle Aufgabe, Bezirksvorsitzenden Herbert Albert für seine aufopfernde Tätigkeit und für die Werbung von über 50 Mitgliedern herzlich zu danken. Als Dank und Anerkennung überreichte er ihm ein kleines Geschenk. In seinem Vortrag über das allgemeine Rentenrecht ging der Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Alfred Grill auf die verschiedenen Renten ein und erläuterte, welche Voraussetzungen hierfür notwendig seien. Er erläuterte dabei an Hand Beispielen, dass eine vorgezogene Rente mit Abschlägen nicht immer von Nachteil sei. Bei 1000,-- Euro Rente würde ein Abschlag für 2 Jahre 72,-- Euro monatlich betragen (= 0,3 % pro Monat = 7,2 %). In diesen 2 Jahren bekäme man 24 x 928,-- Euro = 22 272,-- Euro Rente. Wenn man diesen Betrag jetzt durch 72,-- € teile wären das 310 Monate = ca 25, 8 Jahre. Man würde also erst mit ca. 90 Jahren draufzahlen. Ein Mythos der sich immer noch hartnäckig halte sei der, dass gerade die letzten Jahre vor der Rente wichtig für die Höhe der Rente ausschlaggebend seien. Wer sich schon mal eine Berechnung der Rente

angesehen hat weiß, dass dies so nicht richtig sei. Er ging dabei auf die Berechnung mit der Rentenformel ein. Bei der Besteuerung der Renten betonte Alfred Grill, dass die Renten, Versorgungsbezüge, Werkspensionen, Zusatzrenten usw. verschieden besteuert würden. Er erläuterte dies an Hand von Beispielen. Genaue Berechnungen könnten hier die Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine durchführen. Für allgemeine Fragen können man sich auch an das Finanzamt wenden. Man könne auch über www.deutsche-rentenversicherung.de eine Bescheinigung über die erhaltenen Rentenzahlungen für ein Kalenderjahr beantragen. Die Zahlenkönnten dann in die Anlage R der Steuererklärung übertragen werden. Zum Schluss gab er noch die Ansprechpartner für Fragen zur Rentenversicherung bekannt. Im Internet könne man sich unter www.deutsche-rentenversicherung.de informieren und z.B. auch Rentenauskünfte anfordern. Desweiteren stehe unter der Nummer 0800 1000 48015 ein kostenloses Servicetelefon zur Verfügung. Auch stehe in Passau, Kohlbruck 5 c eine Auskunft und Beratungsstelle nach vorheriger Terminabsprache zur Verfügung. Zudem gebe es in Deutschland ca. 2000 Versichertenberater. Nicht zu vergessen sei, dass auch bei jeder Gemeinde und Stadtverwaltung zur Antragsaufnahme und Beratung ein Beschäftigter zur Verfügung stehe. Mit einer lebhaften Diskussion über den Rentenvortrag, die Altersteilzeit, Mütterrente und den Pflegenotstand wurde diese Bezirksversammlung beendet. Bezirksvorsitzender Albert bedankte sich für die rege Teilnahme und bat um Unterstützung, insbesondere für die Mitgliederwerbung, damit die bisherige erfolgreiche Arbeit auch in Zukunft weiter geführt werden könne. Nur gemeinsam sei die Gewerkschaft stark.

Foto (Grill)

Schatzmeister Hans Schmidt gratuliert Herbert Albert zur erfolgreichen Mitgliederwerbung.

Von links nach rechts: Schatzmeister Hans Schmidt, Bezirksvorsitzender Herbert Albert, Landesschatzmeister Peter Renner.

 

Schlagzeilen

NEUER LOHNTARIFVERTRAG FÜR DAS WACH-UND-SICHERHEITSGEWERBE NIEDERSACHSEN

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) hat mit der BDWS Landesgruppe Niedersachsen am 01. April 2011 einen neuen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit vom 01.06.2011 - 31.12.2013 für das Wach- und Sicherheitsgewerbe abgeschlossen.